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"The Voice of Wilhelmsburg“ aus Sicht des Beteiligten.

Bevor wir den Auftritt hatten, haben wir zwei Proben gehabt. Eine am Mittwoch und eine am Tag vor der Aufführung. Natürlich waren wir sehr nervös und aufgeregt, auch bei den Proben konnten wir nicht gelassen bleiben. Am Freitag war es endlich soweit, wir versammelten uns in der Aula, um noch ein letztes Mal zu üben. Alle waren aufgeregt und nervös. Nach den Proben gingen wir um 17:15 in den Musikraum. Wir begegneten Frau Deutschman vor der Tür und gingen dann in einen der Musikräume. Frau Deutschman hat uns Tipps gegeben, unsere Nervosität zu kontrollieren. Nachdem wir fertig waren, gingen wir alle langsam in die Aula.

Auf dem Weg dahin bemerkte ich eine der Sängerinnen der Fünften fast am Weinen. Sie sprach mich an und erklärte mir ihre Situation, sie war traurig da ihre Tante am selben Tag wieder in ihr Heimat Land zurück fliegt und nicht ihre Aufführung sehen kann. Die Sängerinnen/Sänger konnten eine Person auf die Gäste Liste eintragen und die durfte dann umsonst ohne Ticket rein kommen. Sie trug ihre Mutter ein, doch konnte nicht mehr ihre Tante eintragen, weil man nur eine Person eintragen kann. So habe ich es ungefähr verstanden. Da ich niemanden auf der Gästeliste hatte, habe ich vorgeschlagen, dass ich ihre Tante hinzufüge. Sie war sehr glücklich und bedankte sich bei mir. Ich regelte es schnell und ihre Tante war auch schon drinnen.

Das Mädchen, das mich um Hilfe bat, war die erste, die singen sollte - sie war sehr nervös. Ich versuchte sie zu beruhigen, sie bat mich, sie zur Bühne zu begleiten und das tat ich auch. Wir alle sangen und alle waren hervorragend. Hewan und ich kamen nach dem einzigen Jungen dran. Ich war sehr nervös, da ich Angst hatte, alles zu vermasseln. Hewan und ich gingen auf die Bühne. Als das Lied anfing zu spielen, geriet ich fast in Panik, weil ich die hohen Töne nicht treffen konnte und alle so leise auf uns starrten. Im Refrain bemerkte ich, dass Hewan manche Wörter und Zeilen im Lied vergessen hat und das bedeutete, dass ich es fast alleine machen musste. Ich spürte alle Blicke auf uns gerichtet, trotzdem sangen wir weiter.

Am Ende des Liedes verschwanden wir so schnell wie wir konnten. Ich ging zurück nach hinten, wo Merjem, Esma und Berine waren. Bei denen angekommen fing ich plötzlich an zu weinen, ich weiß nicht warum, aber ich weinte. Meryem, Esma, Berine und andere, die ich kannte, trösteten mich. Auch wenn der Abend nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte, hatte ich immer noch einenRiesenspaß. Und um ehrlich zu sein, würde ich liebend gern nochmal auf der Bühne stehen.

Belfin